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levitzki

Prof. Dr. Alexander Levitzki

für seine Arbeit über die Entdeckung der Signaltransduktionstherapie

Professor Alexander Levitzki ist promovierter Biochemiker und arbeitet seit mehr als 25 Jahren im Feld der Signaltransduktion und der daraus abgeleiteten Krebsbehandlung. Seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen haben maßgeblich dazu beigetragen völlig neue und präzise Medikamente gegen Krebs zu entwickeln. Er entdeckte niedermolekulare chemische Substanzen, die selektiv die sogenannten Tyrosinkinasen inhibieren können und schuf somit die Grundlage für die Entwicklung von Medikamenten wie Gleevec oder Sunitinib. Tyrosinkinasen sind wichtige Mediatoren intrazellulärer Signalkaskaden, die, wenn sie durch Wachstumsfaktoren oder andere Signale stimuliert werden die alle wichtigen Vorgänge in Zellen steuern, wie Zell-Wachstum, -Differenzierung, -Metabolismus oder -Tod.

Durch genetische Veränderungen, wie Punktmutationen, Gen-Amplifikationen oder chromosomale Translokationen können Tyrosinkinasen selbst zu Onkogenen werden und Krebs auslösen. Bereits in den 1980- iger Jahren hatte Professor Levitzki die Idee geboren, diese mutierten Tyrosinkinasen chemisch abzuschalten, um Krebs stoppen zu können. Damals ist man dieser Idee mit großer Skepsis begegnet, weil man nicht glaubte einzelne, mutierte Kinasen mittels chemischer Verbindungen abschalten zu können, ohne die vielen anderen lebensnotwendigen Kinasen nicht auch in Mitleidenschaft zu ziehen. Professor Levitzki ließ sich nicht entmutigen, setzte seine großartigen Forschungsarbeiten fort und konnte schließlich der Welt beweisen, dass er selektive Inhibitoren gegen mutierte Tyrosinkinasen entdecken konnte. Er nannte sie Tyrphostine und hatte auch als Erster den Begriff „Signaltransduktions- Therapie“ geprägt, der gleichzeitig auch die personalisierte Krebstherapie begründete.

Die bahnbrechenden Arbeiten von Prof. Levitzki haben die wissenschaftliche Gemeinschaft geprägt und inspiriert, wie man auch von den mehr als 24.000 Zitationen seiner Arbeiten erkennen kann. Gleichzeitig haben aber auch pharmazeutische Weltkonzerne wie Novartis diese neuen Erkenntnisse aufgegriffen und große Drug-Screening Programme angeworfen. Daraus entstand Gleevec, der erste selektive Inhibitor der Bcr-Abl Kinase zur Behandlung von Chronisch Myeloischer Leukämie (CML). Danach setzte Prof. Levitzki seine Arbeiten mit der Firma Sugen fort und es entstanden weitere, hoch selektive Tyrosinkinase Inhibitoren gegen onkogene Varianten von Plateletderived growth factor receptor, PDGF-R; oder Vascular endothelial growth factors, VEGF-Rs. Er hat auch das von der amerikanischen FDA zugelassene Medikament gegen Nierenzellkarzinom entdeckt sowie weitere spezifische Inhibitoren gegen andere onkogene Kinasen wie z.B. Jak-2, IGF1R, EGFR und Her-2.

Es ist auch bemerkenswert, dass die Entdeckungen von Prof. Levitzki neue therapeutische Möglichkeiten für andere Erkrankungen wie Restenose oder Psoriasis eröffnet hatten. Die selektiven EGFR Inhibitoren wurden sogar als molekulare Sonden für die Bildgebung im PET verwendet.

In den letzten 8 Jahren hat Prof. Levitzki seine fundamentalen Arbeiten auf ein neues Gebiet verlagert. Er entwirft derzeit chemische Vektoren, die von Krebszellen erkannt und aufgenommen werden. Dadurch werden große, doppelsträngige RNS Moleküle in die Tumorzelle gebracht, die Mechanismen auslösen, die zum Absterben der Tumoren führen können.

 

 
Born in Israel on August 13, 1940
   
1963 M .Sc. in Chemistry and Bacteriology (Biochemistry Major)
Summa cum Laude
The Hebrew University of Jerusalem, Israel
1968 Ph.D. in Chemistry (Biochemistry and Biophysics)
Summa cum Laude
The Hebrew University of Jerusalem, Israel and The Weizmann Institute of Science, Rehovot
1968-1971 Post-doctoral Fellow, Department of Biochemistry,
University of California at Berkeley, Berkeley,
California, with Professor D. E. Koshland, Jr.
   
Academic Appointments
   
The Weizmann Institute of Science
1970 Senior Scientist, Department of Biophysics
1974-1976 Associate Professor (tenured).
   
The Hebrew Universlty of Jerusalem
1973 Associate Professor
1976 Professor
   
Foreign Appointments
   
1974
Visiting Professor of Chemistry, The University of
Oregon, Eugene, Oregon
1974
Visiting Professor of Biochemistry, University of
California at Berkeley
1979-1980
Visiting Scientist, The National Cancer Institute,
National Institutes of Health, Bethesda, Maryland
1984-1985
Fogarty Scholar-in-Residence, National Institutes of
Health, Bethesda, MD
1994-1995
Visiting Scholar, Stanford University, Stanford,
Califomia
2001, 2002, 2004

Visiting Professor, Comprehensive Cancer Center,
UCSF, San Francisco

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